Der etwas andere Baukran

Eine komplexe Baustelle wie die in der Stahlgiesserei macht erfinderisch. Während am Boden des Stadtgartens die Erschliessungsarbeiten vorangehen, müssen in luftiger Höhe gleichzeitig die charakteristischen Oblichthäuschen renoviert und herausgeputzt werden. Wie also oben und unten parallel arbeiten – ohne sich gegenseitig zu stören? Die Lösung bietet der alte, riesige, gelbe Kran aus der Betriebszeit der Stahlgiesserei: Das Relikt aus längst vergangenen Tagen wurde nun noch einmal in Einsatz genommen, als mobile Arbeitsplattform, die von Oblichthäuschen zu Oblichthäuschen bewegt wird. «Es war komplex, den Kran so herzurichten, dass wir SUVA-konform arbeiten können», sagt Michael Jeuch, Bauleiter von Ulmerledergerber. Auf dem Kran wurden Geländer, Gerüste und Abdeckungen angebracht, sodass in der Höhe die Verglasungen gemacht werden können. Angetrieben wird das Ungetüm mit einer Bohrmaschine: «Der Kran verfügt über Motoren – da haben wir eine Antriebswelle gekappt und eine Bohrmaschine angehängt.» Zuweilen wurde der Kran aber auch schon mit einem Bagger bewegt. Sind die Arbeiten abgeschlossen, kehrt der Kran zurück in seinen Ruhestand: Er wird mitsamt seinem grossen Haken Teil des Stadtgartens, platziert unter einem Dächlein.

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